Informationen zu 19. Sonntag nach Trinitatis

Am 19. Sonntag nach Trinitatis steht das Thema „Heil, Heilung“ im Mittelpunkt. Dies ist in einem ganzheitlichen Sinn zu verstehen. Es geht um das Wohl des Leibes genauso wie um das Heil der Seele. Das heißt, die Themen reichen von Gesundheit und Krankheit über psychisches Wohlergehen bis hin zur Frage, was Gottes Heil für uns Menschen bedeutet. In diesem Sinne würde ich auch das Thema Segen hinzufügen.

Wenn das Michaelisfest (29.09.) auf diesen Sonntag oder einen Tag der folgenden Woche fällt, dann kann der 19. Sonntag nach Trinitatis ausfallen.

Sollte er auf einen der Termine vom 01. bis 07. Oktober fallen, dann wird stattdessen das Erntedankfest gefeiert.

Liturgische Farbe: grün

Festzeit: Trinitatis


AT-Lesung: 2. Mose 34, 4–10

Evangelium: Markus 2, 1–12

Epistel: Jakobus 5, 13–16

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Bräuche zu 19. Sonntag nach Trinitatis

Für den 19. Sonntag nach Trinitatis gibt es kein besonderes Brauchtum.

Ich empfehle aber, den Inhalt des Sonntags („Heil“) einmal besonders zu bedenken.

  • „Gesundheit ist das Wichtigste“ – Ist das wirklich wahr?
  • Krankheit und Leid gehören zum Leben – Wie ist das bei mir?
  • Ist Heil mehr als Heilung?
  • Kann ich Heil ganzheitlich sehen – für Körper, Seele und Geist?

Es ist ja möglich, neue Bräuche zu entwickeln. Die VELKD und UEK schlagen auf der Website gottesdienstbuch.de zum Beispiel für den Gottesdienst am 19. Sonntag nach Trinitatis folgendes vor:

Symbolisch könnten Gottesdienstteilnehmer*innen Probleme und Erfahrung mit Krankheit und Leid abgeben und „in Gestalt eines Steins, den sie am Eingang erhalten haben, vor den Altar oder an das Taufbecken … bringen. Auch Elemente einer Salbung können in den Gottesdienst integriert oder Düfte eines  wohlriechenden Öls Verwendung finden.“

Ich könnte mir auch gut vorstellen, an diesem Tag und in der folgenden Woche Menschen in unserer Umgebung (Familie, Kollegen, Nachbarn…), die krank sind, zu besuchen oder anzurufen.

 

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Liturgische Texte zu 19. Sonntag nach Trinitatis

Wochenspruch

Wochenspruch 19. Sonntag nach Trinitatis

Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.

Jeremia 17, 14
Wochenpsalm

Wochenpsalm zum 19. Sonntag nach Trinitatis

1 Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,
dem die Sünde bedeckt ist!

2 Wohl dem Menschen,
dem der Herr die Schuld nicht zurechnet,
in dessen Geist kein Falsch ist!

3 Denn da ich es wollte verschweigen,
verschmachteten meine Gebeine
durch mein tägliches Klagen.

4 Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,
dass mein Saft vertrocknete,
wie es im Sommer dürre wird.

5 Darum bekannte ich dir meine Sünde,
und meine Schuld verhehlte ich nicht.

Ich sprach:
Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen.
Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.

6 Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten
zur Zeit der Angst;

darum, wenn große Wasserfluten kommen,
werden sie nicht an sie gelangen.

7 Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,
dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann.

Wochenlied 1
Wochenlied 2

Wochenlied 2 zum 19. Sonntag nach Trinitatis

Gesangbuch-Nummer: EGE 24

Da wohnt ein Sehnen tief in uns

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Perikopen zu 19. Sonntag nach Trinitatis

Perikopenreihe I

Lesung I 19. Sonntag nach Trinitatis

Johannes 5, 1–16

1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen;
3 in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.
5 Es war aber dort ein Mensch, der war seit achtunddreißig Jahren krank.
6 Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.
Es war aber Sabbat an diesem Tag.
10 Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Heute ist Sabbat, es ist dir nicht erlaubt, dein Bett zu tragen.
11 Er aber antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin!
12 Sie fragten ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin?
13 Der aber geheilt worden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war fortgegangen, da so viel Volk an dem Ort war.
14 Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.
15 Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe.
16 Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.

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Perikopenreihe II

Lesung II 19. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 4, 22–32

22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn
24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
25 Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.
26 Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen
27 und gebt nicht Raum dem Teufel.
28 Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann.
29 Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören.
30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.
31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit.
32 Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

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Perikopenreihe III

Lesung III 19. Sonntag nach Trinitatis

Jesaja 38, 9–20

9 Dies ist das Lied Hiskias, des Königs von Juda, als er krank gewesen und von seiner Krankheit gesund geworden war:
10 Ich sprach: In der Mitte meines Lebens muss ich dahinfahren,
zu des Totenreichs Pforten bin ich befohlen für den Rest meiner Jahre.
11 Ich sprach: Nun werde ich nicht mehr sehen den Herrn,
ja, den Herrn im Lande der Lebendigen, nicht mehr schauen die Menschen, mit denen, die auf der Welt sind.
12 Meine Hütte ist abgebrochen
und über mir weggenommen wie eines Hirten Zelt. Zu Ende gewebt hab ich mein Leben wie ein Weber; er schneidet mich ab vom Faden. Tag und Nacht gibst du mich preis;
13 bis zum Morgen schreie ich um Hilfe; aber er zerbricht mir alle meine Knochen wie ein Löwe; Tag und Nacht gibst du mich preis.
14 Ich zwitschere wie eine Schwalbe
und gurre wie eine Taube. Meine Augen sehen verlangend nach oben: Herr, ich leide Not, tritt für mich ein!
15 Was soll ich reden und was ihm sagen?
Er hat’s getan! Entflohen ist all mein Schlaf bei solcher Betrübnis meiner Seele.
16 Herr, davon lebt man,
und allein darin liegt meines Lebens Kraft: Du lässt mich genesen und am Leben bleiben.
17 Siehe, um Trost war mir sehr bange.
Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück.
18 Denn die Toten loben dich nicht,
und der Tod rühmt dich nicht, und die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Treue;
19 sondern allein, die da leben, loben dich so wie ich heute.
Der Vater macht den Kindern deine Treue kund.
20 Der Herr hat mir geholfen,
darum wollen wir singen und spielen, solange wir leben, im Hause des Herrn!

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Perikopenreihe IV

Lesung IV 19. Sonntag nach Trinitatis

Markus 2, 1–12

1 Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause war.
2 Und es versammelten sich viele, sodass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort.
3 Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen.
4 Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag.
5 Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.
6 Es saßen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen:
7 Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?
8 Und Jesus erkannte alsbald in seinem Geist, dass sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt ihr solches in euren Herzen?
9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin?
10 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten:
11 Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!
12 Und er stand auf und nahm sogleich sein Bett und ging hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

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Perikopenreihe V

Lesung V 19. Sonntag nach Trinitatis

Jakobus 5, 13–16

13 Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen.
14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.
15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden.
16 Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.

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Perikopenreihe VI

Lesung VI 19. Sonntag nach Trinitatis

2. Mose 34, 4–10

4 Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der Herr geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
5 Da kam der Herr hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm. Und er rief aus den Namen des Herrn.
6 Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: Herr, Herr, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue,
7 der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.
8 Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an
9 und sprach: Hab ich, Herr, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte, denn es ist ein halsstarriges Volk; und vergib uns unsere Missetat und Sünde und lass uns dein Erbbesitz sein.
10 Und der Herr sprach: Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des Herrn Werk sehen; denn wunderbar wird sein, was ich an dir tun werde.

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Marginalie 1

Lesung VII 19. Sonntag nach Trinitatis

1. Mose 9, 12-17

12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig:
13 Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.
14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.
16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist.
17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.

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