Sonntag, den 17. November 2019

Die Morgenandacht folgt der Ordnung des evangelischen Gottesdienstes. Die Lesungen wechseln täglich nach den Predigtreihen. Grundlage ist die Perikopenordnung von 2018. Die Gesangbuch-Nummern beziehen sich auf das Evangelische Gesangbuch (EG) und das Ergänzungsheft zum Gesangbuch (EGE). Die biblischen Texte entstammen entweder der Lutherübersetzung 1984 oder 2017 (nach und nach stelle ich ganz auf 2017 um).

Sonntag/Feiertag: Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Des Morgens, wenn du aufstehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen.

Die Nacht ist vergangen, der Tag ist herbeigekommen.
Lasset uns wachen und nüchtern sein und abtun, was uns träge macht. Lasset uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist und aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.

Wochenspruch Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.2. Korinther 5, 10

 

Morgengebet 3

Schöpfer des Lichts, Sonne meines Lebens, ich danke dir für diesen neuen Tag.
Hilf mir, deinen Willen zu erkennen und zu tun.
Gib mir Kraft für die Aufgaben, die mir gestellt sind …
Gib mir Mut für die Schritte, die ich tun muss …
Gib mir Liebe zu den Menschen, die mir begegnen …
Lass mich erfahren, dass du mir nahe bist in allem, was heute geschieht.

Wochenpsalm Vorletzter Sonntag nach Trinitatis

1 Gott, der Herr, der Mächtige, redet
und ruft der Welt zu
vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

2 Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
3 Unser Gott kommt und schweiget nicht.

Fressendes Feuer geht vor ihm her
und um ihn her ein gewaltiges Wetter.

4 Er ruft Himmel und Erde zu,
dass er sein Volk richten wolle:

5 »Versammelt mir meine Heiligen,
die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.«

6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden;
denn Gott selbst ist Richter.

14 »Opfere Gott Dank
und erfülle dem Höchsten deine Gelübde,

15 und rufe mich an in der Not,
so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.

23 Wer Dank opfert, der preiset mich,
und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.«

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, so auch jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lesung I Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Hiob 14, 1–6(7–12)13(14)15–17

1 Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe,
2 geht auf wie eine Blume und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.
3 Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst.
4 Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer!
5 Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreiten kann:
6 so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut.
7 Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus.
8 Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt,
9 so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze.
10 Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist er?
11 Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet,
12 so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden.

13 Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest!
14 Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt.
15 Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände.
16 Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde.
17 Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen.

Glaubensbekenntnis

kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Wochenlied 2 Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Gesangbuch-Nummer: EG 378

Es mag sein, dass alles fällt

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Andacht

Zeit der Stille, Zeit auf Gott zu hören, eventuell Notizen zum Lesungstext

Fürbitte

Besondere Anliegen für Dank und Fürbitte:
die Verkündigung des Evangeliums in aller Welt,
alle, die sich heute als seine Gemeinde versammeln,
alle, die heute für andere arbeiten müssen,
alle, die Erholung und Freude suchen,
die Bewahrung der Schöpfung.

Gott gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Vater unser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Losung

Sonntag, 17. November 2019:

Die Israeliten schrien zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an dir gesündigt; denn wir haben unsern Gott verlassen.
Richter 10,10

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,13-14

 

Luthers Morgensegen

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast,
und bitte dich,
du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel,
dass dir all mein Tun und Leben gefalle.
Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was dir deine Andacht eingibt.

 

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