Informationen zum Erntedankfest

Wie fast alle Religionen feiern auch Christen ein Fest zum Dank für die Ernte des Jahres. Damit wird deutlich, dass die Gaben der Natur nicht allein mit menschlicher Kraft gewonnen werden können.

Es geht an diesem Feiertag vor allem um den Dank für die Produkte der Landwirtschaft, darüber hinaus auch um Dankbarkeit für alles, was Leben ermöglicht und gut macht.

Weitere Themen sind Schöpfung und Naturschutz, heute auch Klimaschutz.

In einem übertragenen Sinn ist das Erntedankfest auch Anlass zum Nachdenken über Säen und Ernten im Leben („Man erntet, was man sät.“) und über Wachsen und Gedeihen (persönliches Wachstum, gute Entwicklung im Leben).

Liturgische Farbe: grün

Festzeit: Trinitatiszeit


AT-Lesung: 5. Mose 8, 7–18

Evangelium: Markus 8, 1–9

Epistel: 2. Korinther 9, 6–15

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Liturgisches Kirchenjahr

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Kirchenjahr

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Weitere Beiträge zum Erntedankfest

Dankbarkeit als Lebenseinstellung

Dankbarkeit ist gesund und macht glücklich, deshalb mach Dankbarkeit zu einer Lebenseinstellung. Hier gibt es Tipps, wie Du das machen kannst.

Predigt 2. Korinther 9, 6-15

Predigt 2. Korinther 9, 6-15 zum Erntedankfest von Pfr. Uwe Hermann, gehalten am 01.10.2016 in der ev. Kirchengemeinde Drommershausen.

Bräuche zum Erntedankfest

In vielen Kirchengemeinden wird der Altar für den Gottesdienst zum Erntedankfest mit Erntegaben (Getreide, Kürbisse, Milchprodukte, Weinreben…) festlich geschmückt. Manchmal kommen dazu auch weitere Erzeugnisse zum Beispiel aus dem Handwerk etc.

Meist werden diese Gaben nach dem Gottesdienst für gemeinnützige Zwecke gespendet.

Eine Erntekrone – geflochten aus den vier Getreidesorten Weizen, Roggen, Gerste und Hafer – ist oft Teil dieses Schmucks.

In einigen Gemeinden gibt es auch Erntedank-Umzüge durch den Ort.

Liturgische Texte zum Erntedankfest

Wochenspruch

Wochenspruch Erntedankfest

Aller Augen warten auf dich und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

Psalm 145, 15
Wochenpsalm

Wochenpsalm zum Erntedankfest

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, du bist sehr groß;

Du lässest Brunnen quellen in den Tälern,
dass sie zwischen den Bergen dahinfließen,

dass alle Tiere des Feldes trinken
und die Wildesel ihren Durst löschen.

Darüber sitzen die Vögel des Himmels
und singen in den Zweigen.

Du tränkst die Berge von oben her,
du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.

Du lässest Gras wachsen für das Vieh
und Saat zu Nutz den Menschen,

dass du Brot aus der Erde hervorbringst,
dass der Wein erfreue des Menschen Herz

und sein Antlitz glänze vom Öl
und das Brot des Menschen Herz stärke.

Es wartet alles auf dich,
dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.

Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie;
wenn du deine Hand auftust,
so werden sie mit Gutem gesättigt.

Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie;
nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie
und werden wieder Staub.

Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen,
und du machst neu das Antlitz der Erde.

Ich will dem Herrn singen mein Leben lang
und meinen Gott loben, solange ich bin.

Wochenlied 1

Wochenlied 1 zum Erntedankfest

Gesangbuch-Nummer: EG 502

1. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit!
Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit!
Er lässt dich freundlich zu sich laden;
freue dich, Israel, seiner Gnaden,
freue dich, Israel, seiner Gnaden!

2. Der Herr regieret über die ganze Welt;
was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt;
viel tausend Engel um ihn schweben,
Psalter und Harfe ihm Ehre geben,
Psalter und Harfe ihm Ehre geben.

3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein,
zur grünen Weiden stellet euch willig ein;
da lässt er uns sein Wort verkünden,
machet uns ledig von allen Sünden,
machet uns ledig von allen Sünden.

4. Er gibet Speise reichlich und überall,
nach Vaters Weise sättigt er allzumal;
er schaffet frühn und späten Regen,
füllet uns alle mit seinem Segen,
füllet uns alle mit seinem Segen.

5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit;
sein Lob vermehre, werteste Christenheit!
Uns soll hinfort kein Unfall schaden;
freue dich, Israel, seiner Gnaden,
freue dich, Israel, seiner Gnaden!

Text: Matthäus Apelles von Löwenstern 1644

Wochenlied 2

Wochenlied 2 zum Erntedankfest

Gesangbuch-Nummer: EGE 15

Auf, Seele, Gott zu loben

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Perikopen zum Erntedankfest

Perikopenreihe I

Lesung I Erntedankfest

Jesaja 58, 7–12

7 Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen.
9 Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.
Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest,
10 sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.
11 Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.
12 Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen: »Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne«.

Perikopenreihe II

Lesung II Erntedankfest

Markus 8, 1–9

1 Zu der Zeit, als wieder eine große Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und sprach zu ihnen:
2 Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen.
3 Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen.
4 Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Einöde, dass wir sie sättigen?
5 Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben.
6 Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, dass sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus.
7 Sie hatten auch einige Fische; und er sprach den Segen darüber und ließ auch diese austeilen.
8 Und sie aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll.
9 Es waren aber etwa viertausend; und er ließ sie gehen.

Perikopenreihe III

Lesung III Erntedankfest

2. Korinther 9, 6–15

6 Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
7 Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
8 Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk;
9 wie geschrieben steht (Psalm 112,9): »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.«
10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Lauterkeit, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.
12 Denn der Dienst dieser Sammlung füllt nicht allein aus, woran es den Heiligen mangelt, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken.
13 Um dieses treuen Dienstes willen preisen sie Gott für euren Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und für die Lauterkeit eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen.
14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch.
15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Perikopenreihe IV

Lesung IV Erntedankfest

5. Mose 8, 7–18

7 Denn der Herr, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe, die aus den Bergen und in den Auen fließen,
8 ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt,
9 ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust.
10 Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.
11 So hüte dich nun davor, den Herrn, deinen Gott, zu vergessen, sodass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hältst.
12 Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst
13 und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt,
14 dann hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den Herrn, deinen Gott, vergisst, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft,
15 und dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen
16 und speiste dich mit Manna in der Wüste, von dem deine Väter nichts gewusst haben, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit er dir hernach wohltäte.
17 Du könntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen.
18 Sondern gedenke an den Herrn, deinen Gott; denn er ist’s, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.

Perikopenreihe V

Lesung V Erntedankfest

Lukas 12, (13–14)15–21

13 Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile.
14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter über euch gesetzt?

15 Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen.
17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Güter
19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!
20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast?
21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

Perikopenreihe VI

Lesung VI Erntedankfest

1. Timotheus 4, 4–5

4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird;
5 denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

Marginalie 1

Lesung VII Erntedankfest

Matthäus 6, 19-23

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen.
20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
22 Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.
23 Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!

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Uwe