Kevin Breel – ein depressiver Komiker

Kevin Breel ist ein junger Mann, der sich selbst als „Schriftsteller, Komiker und Aktivist für mentale Gesundheit“ bezeichnet. Äußerlich erschien er als Jugendlicher ganz „normal“ – feierte Partys, spielte Theater und Basketball, ging zu Schule, wie jeder andere Jugendliche auch. Aber Kevin erkrankte mit dreizehn Jahren an einer Depression. Jahrelang versteckte er dies und litt darunter – bis zum „Beinahe-Suizid“. Nun redet er offen über Depression und versucht anderen Betroffenen, besonders Jugendlichen, zu helfen.

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​Bekenntnisse eines depressiven Komikers

Sicher ist Depression und Burnout nicht das Gleiche. Das versuche ich an anderer Stelle dieses Blog deutlich zu machen. Aber viele an Burnout erkrankte Menschen leiden auch unter Depression. Kevin Breel berichtet in dem folgenden Video auf TED sehr leidenschaftlich von seinen Erfahrungen und ruft uns auf, psychisch kranke Menschen ernst zu nehmen. Er sagt an einer Stelle: „Du bist nicht schwach, du bist krank.“ Diesen Satz möchte ich allen Betroffenen gerne ins Herz schreiben!

Diese Bekenntnisse eines depressiven Komikers machen Mut! Es tut gut, dass auch solche Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, über ihre Probleme offen sprechen.

Leider ist auch dieser TED-Talk wieder auf Englisch. Etwas weiter unten habe ich ein paar Schlüsselsätze übersetzt. Aber auch wenn du kein Englisch verstehst, lohnt es sich, das Video anzuschauen. Lies dir erst die Übersetzung unten durch, damit du weißt um was es geht. Und dann lass einfach Kevins Ausstrahlung auf dich wirken.

Es ist ein sehr ergreifendes Video, das allen von Depression, Burnout oder andern psychischen Erkrankungen Betroffenen, Mut machen soll. Alle anderen können daraus vielleicht etwas für den Umgang mit Erkrankten lernen.

Link zum Video mit Kevin Breel auf TED!

Zitate von Kevin Breel

Wir leben in einer Welt in der, wenn du dir den Arm brichst, jeder auf dem Gips unterschreiben will. Aber wenn du sagst, du hast Depression, läuft jeder von dir weg.
Der erste Schritt, ein Problem zu lösen, ist, das Problem zu erkennen. Mit Depression tun wir das nicht! Wir wollen es einfach nicht erkennen.
Die Betroffenen müssen sich aus dem Schatten herauswagen.
Du bist nicht schwach, du bist krank.
Kämpf gegen Ignoranz, kämpf gegen Intoleranz. Mehr als alles andere: lerne dich selbst zu lieben. Wir müssen lernen uns selbst zu akzeptieren, wie wir sind; die Menschen, die wir sind, und nicht, wie die Welt uns haben will.
Wir sind Menschen wir kämpfen, wir leiden, wir bluten, wir weinen und wenn du glaubst, wahre Stärke heißt, niemals Schwäche zu zeigen, dann sage ich dir hier und jetzt: Du irrst dich! Das Gegenteil ist wahr!
Wir sind Menschen und wir haben Probleme und das ist okay.
Macht Schluss mit der Ignoranz, macht Schluss mit der Intoleranz, hört auf andere abzustempeln, hört auf immer nur zu schweigen! Wir müssen die Tabus wegräumen. Schaut auf die Wahrheit und fangt an zu reden. Denn der einzige Weg, das Problem zu lösen – dem Menschen, ganz allein gelassen, ausgesetzt sind – ist, zusammen zu stehen!
Und ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen.

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​Weblinks zu diesem Artikel

Wenn Du ein Betroffener, eine Betroffene bist, dann hab den Mut, darüber zu sprechen. Das hilft Dir selbst und gibt anderen die Kraft, mit ihren Problemen umzugehen.

Lechajim – für das Leben!
Liebe Grüße und bleib von Gott behütet!
Uwe