Churchill oder Ringelnatz?

Es gibt ja unendlich viele Sprüche über Sport. Nicht nur „Sport ist Mord“, der aber wohl einer der bekanntesten und von vielen naja, nicht ganz so sportlichen Menschen, gerne benutzt wird.

Der schlichteste, einfachste und kürzeste Spruch stammt angeblich von Winston Churchill, Premierminister Großbritanniens während des zweiten Weltkriegs:

“No Sports.”

Für Nichtsportler ein sehr sympathischer Mensch, dieser Churchill, oder? Aber kannst du eine aktive Abenteuerfreizeit wirklich ohne sportliche Aktivitäten durchführen?
Es gibt ja auch ganz andere Meinungen zum Sport – offensichtlich. Ein cooles Gedicht von Joachim Ringelnatz, einem deutschen Schriftsteller, Kabarettist und Maler, habe ich gefunden. Das möchte ich dir hier nicht vorenthalten:

„Sport macht Schwache selbstbewusster,

Dicke dünn, und macht

Dünne hinterher robuster,

Gleichsam über Nacht.“

Auf die Frage „Churchill oder Ringelnatz“ gibt es für deine Jugendfreizeiten also nur eine richtige Antwort: Ringelnatz!
Selbstverständlich sind sportliche Aktivitäten unverzichtbar für die Art von Freizeiten um die es hier geht.

Warum Sport?

Du kannst Experten fragen, so viele du willst, ob Sportwissenschaftler, Mediziner, Psychologen usw., es gibt haufenweise Gründe, warum Sport gut ist.
Ringelnatz hat ja schon einige in dem kurzen Ausschnitt aus seinem Gedicht angesprochen. Es gibt natürlich Vorteile für die körperliche Entwicklung – nicht nur für Dicke und Dünne. Auch für die Psyche kann Sport, richtig angewandt und dosiert, äußerst positive Auswirkungen haben – nicht nur auf das Selbstbewusstsein.

Über den positiven Einfluss auf die Gesundheit brauche ich hier wohl nicht näher einzugehen. Aber es gibt noch einige wichtige Vorteile von Sport gerade in einem Jugendcamp:

  • Auspowern: Das brauchen Jugendlich ab und zu eben mal! Aber es hat auch Vorteile für dein Team. Kurz gesagt: Es kann schlicht und einfach für ruhigere Nächte sorgen.
  • Teamfähigkeit: Besonders Mannschaftssportarten fördern die Zusammenarbeit, die Rücksichtnahme auf andere, das Erlebnis, dass gemeinsam mehr möglich ist, als alleine.
  • Koordination: Die Fähigkeit, den eigenen Körper intensiver zu spüren, bewusster wahrzunehmen und entsprechend besser koordinieren zu können, wird gestärkt.
  • Erfolgserlebnisse: Wenn gerade nicht so sportliche Jugendliche vernünftig und angemessen in die sportlichen Aktivitäten eingebunden werden, erfordert das für viele eine große Überwindung. Die Erfolgserlebnisse für diese Jugendlichen sind aber „unbezahlbar“.
  • Selbstbewusstsein: Wie schon Ringelnatz feststellte kann Sport das Selbstbewusstsein steigern. Natürlich hast du und dein Team eine gewisse Verantwortung dafür, dass auch die Schwächeren die Möglichkeit haben, mal „gut zu sein“ oder zu gewinnen.

(Oh, Mann, ich glaube, ich muss mal wieder mehr Sport machen!)

Es gibt eine Vielzahl von Sportarten, die für Jugendfreizeiten geeignet sind.
Die Entscheidung, welche du anbieten möchtest, liegt an…

  • …den Möglichkeiten vor Ort,
  • …den Fähigkeiten der Mitarbeiter,
  • …den finanziellen Möglichkeiten und
  • …dem Aufwand, den du bereit bist zu betreiben.

Einige Ideen und Möglichkeiten

Ich möchte hier noch nicht auf die einzelnen Sportarten eingehen. Aber ich habe mal ein paar zusammengestellt, die wir in unseren Ferienfreizeiten in den letzten Jahren ausprobiert haben. Mit diesen Sportarten haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

  • Kanu
  • Kajak
  • Klettern
  • Mountainbike
  • Dart
  • Bogenschießen
  • Schwimmen
  • Volleyball
  • Fußball
  • Indiaka
  • Klettergarten

Weitere detailliertere Infos wird es in den folgenden Artikeln geben.

Lechajim – für das Leben!
Liebe Grüße und bleib von Gott behütet!
Uwe