Ich hab immer gesagt, dass Pfarrer der schönste Beruf der Welt ist. Trotzdem gibt es schon mal Situationen, in denen kommt man auch als Pfarrer an seine Grenzen. Es ist eben im Leben nicht immer alles perfekt. Da hilft wohl nur, es mit Humor zu nehmen.
Dazu habe ich folgendes „Netzfundstück“:

Der perfekte Pfarrer predigt genau zwölf Minuten, er verdammt die Sünde rundum, tut aber niemandem weh. Er arbeitet von morgens acht Uhr bis Mitternacht und ist auch Hausmeister der Gemeinderäume.
Der perfekte Pfarrer hat stets für alle seine Gemeindemitglieder Zeit, nur für sich selbst und seine Familie braucht er keine.
Der perfekte Pfarrer verdient nicht viel, ist sehr gut angezogen, fährt ein neues Auto, kauft viele gute Bücher und gibt den Zehnten für die Gemeinde. Er ist 29 Jahre alt und hat eine vierzigjährige Erfahrung. Vor allem sieht er gut aus.
Der perfekte Pfarrer kümmert sich sehr um die Jugend und verbringt die meiste Zeit mit älteren Menschen. Er lächelt stets mit ernstem Gesicht. Er macht täglich sieben Hausbesuche und ist immer in seinem Büro erreichbar, wenn man ihn braucht.
Der Perfekte Pfarrer hat immer Zeit für alle Gruppen, nichts geht ohne ihn im Kindergarten und er ist ständig im Seniorenheim präsent.
Er besucht viele Tagungen zu seiner Weiterbildung, ist aber immer zu Hause. Er interessiert sich für alle Vereine und Organisationen am Ort, stimmt mit der politischen Meinung jedes seiner Gemeindemitglieder überein und ist regelmäßig in jedem Gemeindekreis, bei jedem Geburtstag und jedem Krankenzimmer anwesend. Er selbst ist niemals krank.
Der perfekte Pfarrer hat immer gute Ideen für alle Gelegenheiten. Er weiß alles, er kennt alles, er macht alles, und er wird dabei niemals müde und hört niemals auf.
Es gibt nur ein Problem:
Der perfekte Pfarrer wohnt immer in der Nachbargemeinde.

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Ihr – nicht ganz so perfekter – Pfarrer
Uwe Hermann