Morgenandacht – warum, wie, was?

Beginnst du deinen Tag mit einer Andacht, einem Gebet, einer „stillen Zeit“? Liest du morgens einen Abschnitt aus der Bibel? Wenn ja, dann gratuliere ich dir herzlich dazu!

Das ist auf jeden Fall eine wunderbare Art, den Tag zu beginnen. Dadurch kommt dein Glaube direkt in dein Leben, der Tag wird davon bestimmt. Eine Morgenandacht kann eine Begegnung mit Gott mitten im Leben sein. Sie hilft, dein Leben im Angesicht Gottes zu führen. Außerdem ist eine solche Andacht ein kleines Stück vom „Beten ohne Unterlass“, wie es in 1. Thessalonicher 5, 17 steht. Ganz davon abgesehen, dass es nur Vorteile bringt, sich vor der Hektik des Tages noch einmal etwas Ruhe zu gönnen und sich zu besinnen.

Schon Martin Luther hat empfohlen:

„Wir Christen sollen immerdar solchen Feiertag halten, eitel heilig Dinge treiben, das ist, täglich mit Gottes Wort umgehen und solches im Herz und Mund umtragen“ (Luther – Großer Katechismus).

Alles in allem also kann man sagen: Wir Christen sollten unbedingt den Tag mit einer Morgenandacht beginnen!

Upps! Naja, so einfach ist das dann wohl doch nicht. Ich muss hier mal eine Beichte ablegen: Ehrlich gesagt, mir gelingt das bei Weitem nicht immer, den Tag so zu beginnen. Geht es dir auch manchmal so? Ein gaaaanz großes Problem sehe ich darin, dass einige Christen und Gemeinden aus der Andacht, der „stillen Zeit“ eine Pflicht machen. Oft wird das so zwar nicht gesagt, aber du wirst doch schief angeguckt, wenn du so eine Beichte machst, wie ich gerade. Dadurch kann die eigentlich sehr gute Sache ganz schön in Stress ausarten.

Morgenandacht hier im Blog

Die Morgenandacht als Pflicht ist problematisch. Ich habe mich dem entzogen. Ich bin aber immer davon überzeugt gewesen, dass es etwas Gutes ist. Aber wenn es nicht zum Stress werden soll, wie kann das gehen?

Ich habe mir schon sehr lange Gedanken darüber gemacht. Es gibt einige Hilfen, die du gerne ausprobieren kannst, zB. Andachtsbücher, Andachtsapps. Mir war immer die Liturgie eine besondere Hilfe. Einen festgelegten Ablauf zu haben, über den man sich nicht jeden Tag wieder neu Gedanken machen muss, verringert die Hürde – ganz besonders am Morgen, wenn man noch nicht richtig wach ist.

Seit einiger Zeit experimentiere ich damit, all diese Möglichkeiten zusammen zu bringen und dann auch noch mit meinem Hobby (Computer, Internet) zu verbinden. Herausgekommen ist dabei eine Morgenandacht, die du im Internet abrufen kannst: Morgenandacht hier im Blog.

Hier habe ich die Texte, die im Laufe des Kirchenjahres vorgesehen sind so eingebunden, dass jeder Tag eine eigene biblische Lesung bekommt. Auch die Psalmen und Liedtexte wechseln passend zum Kirchenjahr. Außerdem wird automatisch die Losung des Tages eingefügt. Die Andacht beginnt und endet mit einem Gebet Martin Luthers. Es gibt auch Stellen, die im Ablauf, in der Liturgie, vorgesehen sind, an denen du deine eigenen Gebete oder Gedanken einbringen kannst.

Alles geht, nichts muss – das heißt, es soll eine Hilfe sein, nicht mehr, nicht weniger. Wenn du wenig Zeit oder Kraft hast, dann kannst du einfach nur lesen, was vorgegeben ist. Wenn du mehr Zeit und Kraft hast, dann kannst du den Ablauf erweitern, deine Bibel dazu nehmen, über die Texte nachdenken, ein Lied aus dem Gesangbuch singen … Ganz wie du möchtest – und der Heilige Geist dir eingibt.

Wie funktioniert das?

Nichts leichter als das: Klick einfach auf den Button. Es ist absolut ohne jedes Risiko, keine Kosten, keine Verpflichtungen.

Ich habe nur eine Bitte: Ich habe mir sehr viel Mühe mit diesem Service gemacht. Es war einiges an Arbeit, die Website entsprechend zu programmieren und die ganzen Texte einzugeben. Deshalb bitte ich dich einfach, mir eine Mail zu schicken, wie es dir gefällt, was besser zu machen wäre usw.

So, lange Rede, kurzer Sinn – schau einfach mal rein:

Ich will mir die Morgenandacht mal anschauen!

Lechajim – für das Leben!
Liebe Grüße und bleib von Gott behütet!
Uwe