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Autor: Uwe Hermann

Gottesdienst im Zelt

Kirmes? Dorffest? …? Weit gefehlt! Ein “ganz normaler” Sonntagsgottesdienst in unserer Jugendfreizeit in Goumois (www.kanufreizeiten.de). Da es heute in Strömen regnete mussten wir unseren Gottesdienst im Gemeinschaftszelt halten. Wie üblich hatten fleißige Hände einen Altar aufgebaut, auf dem die wichtigsten Utensilien unserer Jugendfreizeit lagen (ein Kajak, Sportgeräte, aber auch selbst gebastelte Papierblumen, Steine, Federn usw.). Natürlich durfte ein Kreuz nicht fehlen, dass aus den Resten einer gebrochenen Zeltstange gefertigt wurde. Zunächst ließen wir uns durch einen Bibeltext daran erinnern, dass wir alle unsere Sorgen und Ängste Gott anvertrauen dürfen. Ein Text aus der Bergpredigt Jesu wurde gelesen: ”Jesus sagt:...

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Die Jugend von heute

Wie oft hört man diesen Satz: „Die Jugend von heute …“ Die drei Pünktchen am Schluss sind dann besonders wichtig. Meist verbergen sich dahinter unausgesprochen negative Beschreibungen. Vielleicht etwas in der Art: „… hat keinen Respekt mehr“ oder „… ist faul“ oder „… ist nichts mehr gewöhnt“. Ich bin zurzeit mit 36 Jugendlichen und einem Team von Mitarbeitern auf einer Jugendfreizeit in Frankreich (www.kanufreizeiten.de). Da kann man so manches erleben. Durchaus auch in dem Sinne der Pünktchen, die ich gerade beschrieben habe. Da kann man aber noch ganz anderes erleben. „Die Jugend von heute …“ Und dann bedeuten die drei Pünktchen vielleicht auch: „… kann auch ganz freundlich und hilfsbereit sein“ oder „… macht sich viele Gedanken über Gott und die Welt“ oder „… sehnt sich nach Erwachsenen, die sie ernst nehmen“. Ich könnte noch viel mehr nennen. Gestern haben wir uns mit ein paar Mitarbeitern über einen Teilnehmer unserer Freizeit unterhalten, der uns etwas Sorgen macht. Dabei redete einer unserer Mitarbeiter aber immer wieder von den positiven Erfahrungen, die er in den letzten Tagen mit diesem Jugendlichen gemacht hat. Mir fiel auf, wie sehr dieser Mitarbeiter immer das Gute in einem Menschen sieht. Nicht naiv – die Schwierigkeiten blendet er nicht aus – aber er lässt sich nicht von den Problemen bestimmen. Ist das nicht angewandter Glaube im Alltag? Gott schaut uns Menschen alle mit Augen der Liebe...

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Rennerod – die gefährlichste Stadt in Deutschland

Warum regen wir uns eigentlich so auf? Seit Tagen kursieren die Reaktionen auf den RTL-Bericht über eine “Schießerei” in Westernohe, einem Dorf in der Verbandsgemeinde Rennerod: Alle Renneroder regen sich darüber auf oder machen sich lustig über RTL. Natürlich mit Recht! Dieser Bericht ist reißerisch, die Wahrheit verdrehend, einseitig, schlecht recherchiert … Soll ich weiter machen? Das ist wohl nicht nötig. Selbstverständlich ist Rennerod nicht die gefährlichste Stadt Deutschlands. Hier auf dem Westerwald ist es schön, tatsächlich ist die Kriminalitätsrate relativ gering, die Landschaft ist toll und die Luft gut. Wir Westerwälder sind zwar Basaltköpp, aber mit einem guten Kern. Wer bei uns zu Hause sein will, wird sich hier wohlfühlen. Aber mal ehrlich: Wer hat denn von RTL etwas anderes erwartet? Alle die, die sich aufgeregt haben, haben wohl noch nie diesen Sender eingeschaltet. Selbstverständlich hat noch nie jemand die “Reality-Shows”, die “Doku-Soaps” und ähnliches auf RTL gesehen. Selbstverständlich glauben wir alle daran, dass RTL nur das Beste der Menschen im Blick, soliden investigativen Journalismus auf den Fahnen stehen hat und niemals an Werbeeinnahmen denkt! Also, warum regen wir uns eigentlich so auf? Es gibt nur eine Möglichkeit damit umzugehen: Abstimmung mit der Fernbedienung! Was halten Sie denn von der Berichterstattung von RTL und anderer privater Sender? Lechajim – für das Leben! Liebe Grüße und bleib von Gott behütet!...

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Predigt zu Rogate

Predigttext: Lukas 11, 5-13 Liebe Gemeinde! Wer steht eigentlich im Mittelpunkt dieser Geschichte? Der Gebende oder der Bittende? Ist diese Geschichte etwa eine Aufforderung an uns, freimütig zu geben? oder sollen wir das richtige Bitten lernen? Die sie das eigentlich war uns mit dem Bitten aus? Normalerweise ist es doch so, dass wir bei einer Bitte immer meinen, wir müssten wieder etwas zurückgeben. Überlegen Sie mal einen Moment für sich selbst: können wir eigentlich eine Bitte aussprechen, ohne zusagen oder doch zumindest zu denken, bekommst es morgen wieder zurück. Oder kennen Sie nicht auch diese lästige Geschichte, das man...

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Predigt zu Kantate

Predigttext: Matthäus 21, 14-17 Liebe Gemeinde! Blinde und Lahme im Tempel: Ausgeschlossene schon allein durch die Krankheit, aber auch durch den Verdacht: die haben gesündigt. Auch heute: z. B. Depressionen. Oder der Gedanke: was hab ich verbrochen, daß es mich so hart trifft. Blinde und Lahme waren auch im Tempel Ausgeschlossene. Und diesen wendet Jesus sich zu. Er heilt nicht nur die Krankheiten, sondern auch die Beziehungen. Er gibt diesen Menschen ihre Würde zurück. In dieser Situation stimmen die Kinder den Jubelschrei an. Hosianna: „Hilf doch!“ Psalm 118:25f: O HERR, hilf! / O HERR, laß wohlgelingen! Gelobt sei, der...

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Uwe Hermann
Blogger, Autor, Pfarrer

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